sowas wie ein Saisonabschluß bei #martinläuft

Am Sonntag war eine echt toller Tag. Das Wetter war herrlich spätsommerlich. Wir waren ein letztes Mal auf der Garten Tulln zu Besuch. Wie gesagt, das Weter war genial und da machen sich so manche Ideen in meinem Kopf breit. Man könnte doch locker von Tulln nach Stockerau laufen. Die Strecke ist so rund 22-23 km lang.

Am Sonntag sah ich die letzte Chance des Jahres für dieses Abenteuer. Ich besuchte mit der Familie kurz die Garten Tulln und machte mich dann gegen 15:15 auf den Weg nach Stockerau. Der Sonnenuntergang war für kurz nach 18 Uhr angegeben und da wollte ich dann schon wieder daheim sein.

Tulln – Langenlebarn – Muckendorf

Mit Trinkrucksack und ein paar Sachen für den Fall der Fälle machte ich mich auf den Weg der Donau-Promenade entlang. Im Stadtbereich war auf der Promenade mächtig was los, aber man kam recht gut durch. Offenbar ist man dort das Zusammenleben von Radfahrern, Passanten und Sportlern gewohnt. Je näher ich Langenlebarn kam, um so weniger war los. Ab Muckendorf waren fast nur noch Radfahrer unterwegs.

Muckendorf – Kraftwerk Greifenstein

Ab Muckendorf war ich quasi mit mir alleine. In der Entfernung konnte ich hin und wieder am Berg die Ruine Greifenstein und die Kräne des Kraftwerks Greifenstein sehen. Das einzige, was mich immer wieder aus meinem Trott aufschauen ließ war das markante Surren der Rennradketten, wenn sich die Rennradfahrer von hinten näherten. Mehr erschreckt haben mich immer die Hobby-Radler mit ihren lautlosen e-Bikes.

Aber auch beim Überholen gibt es einen großen Unterschied zwischen den beiden Gruppen. Die Rennradfahrer haben einen sehr angenehmen Abstand zu mir gelassen. Die Hobby-Radler fuhren meist zu zweit nebeneinander und immer sehr knapp an mir vorbei.

Mit zunehmender Dauer merkte ich, wie die Kräfte begannen nachzulassen. Bei km 13 (im Bereich der Wasserschischule St. Andrä-Wördern) war dann entgültig die Luft draußen. Von da an war es mehr oder weniger ein Kampf und von Pausen gekennzeichnet. Beim Kraftwerk Greifenstein machte ich dann eine etwas längere Pause.

Kraftwerk Greifenstein – Stockerau

Diese Pause war notwendig aber scheinbar keine gute Idee. Von da an waren die Beine, besonders die Waden, schwer. Ich rief meine Frau an, dass sie mich bitte bei der Kaiserrast abholen soll. Da waren es dann 19 km die ich in den Beinen hatte und ich hätte die letzten km durch die Stadt bis nach Hause nur noch schwer geschafft. Bei der Raststation habe ich mir dann gleich einen Magnesium-Stick gegönnt. Hilft’s nix, schadet’s auch nix. Aber hinsetzen wollte ich mich noch immer nicht, weil ich Angst hatte, dass ich nicht mehr aufgekommen wäre.

Als ich meine Frau angerufen habe, war sie gerade mit den Mädels am Heimweg von Tulln und hat mich im Vorbeifahren eingesammelt.

Mein Fazit

Auch wenn es nicht der optimale Saisonausklang war, den ich mir gewunschen habe, war es ein Lauf durch eine schöne Gegend. Was genau der ausschlaggebende Punkt für den Verlauf war, keine Ahnung. War es die Temperatur, hab ich im Vorfeld zu wenig getrunken, die Bau- und Bastelarbeiten am Vortag können es auch gewesen sein oder hatte ich einfach einen schlechten Tag?

Egal, ich wollte es machen, ich hab es durchgezogen. Unterm Strich was es trotzdem irgendwie ein toller Lauf. Was ich aber dabei gelernt habe ist, dass ein Wettbewerb etwas anderes ist als ein Sololauf. Aus heutiger Sicht werde ich es aber nächstes Jahr noch einmal versuchen.

und jetzt … OFFSEASON! – Aber eine paar lockere Läufe wird es trotzdem noch geben. Immerhin fehlen mir noch 44 km auf die 1.000 km in dem Jahr.

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