Die digitale Signatur im Vormarsch

die digitale Signatur

Bürgerkarten Logo von digitales Österreich

Was die Bürgerkarten-Funktion auf der eCard und somit die digitale Signatur für jeden Bürger betrifft, glaube ich, dass ich einer der ersten User war. Sicherlich hat meine Begeisterung für technische Neuheiten hier etwas mitgespielt. Damals war der Anwendungsbereich für die Bürgerkarte noch sehr minimal und überschaubar. Man hatte anfangs die Möglichkeit sich bei FinanzOnline einzuloggen und das war es dann auch schon.  Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist mit der Zeit gestiegen. Besonders die Einführung der digitalen Signatur mittels Handy hat für einen starken Zulauf gesorgt. Das Angebot an Anwendungs-möglichkeiten ist auch immer weiter gewachsen. Aber es gibt noch viele Bereiche, in denen die digitale Signatur Sinn macht, aber noch nicht umgesetzt ist.

Am Anfang war die Karte

Ich kann mich noch daran erinnern, als die eCard eingeführt wurde und man nach einem Mehrwert für die Karte gesucht hat. Damals war auch schon die Bürgerkarte im Gespräch, aber es wurde diskutiert, ob man diese Karte mit der eCard kombinieren soll oder als eigenständige Karte ausgegeben wird.
Die digitale Signatur gab es zum damaligen Zeitpunkt schon. Die Firma a-Trust hat damals schon Chipkarten und Pin-Pad-Leser für die digitale Signatur vertrieben. Dabei handelte es sich eher um Highend-Lösungen für  einen sehr eingeschränkten Bereich. Aber aus diesen Anfängen heraus entwickelte sich ein Produkt, dass jetzt der breiten Bevölkerung in Sachen Datenschutz von Nutzen ist.

Die Banken erkannten die Möglichkeiten

Jetzt hatte man eine Karte mit einer digitalen Signatur, aber keine Anwendungen dafür. Die Banken hatten ja schon Online-Banking. Dabei musste man sich mit diversen Nummern und Passwörtern anmelden. Zum Versenden seiner Aufträge brauchte man die Liste mit den TANs. Durch den Einsatz der digitalen Sigantur wurde die Anmeldung einfacher. eCard einstecken, mit PIN bestätigen und erledigt. Genau so einfach ist das versenden der Zahlungsaufträge.

Fast alle Banken unterstützen diese Art der Authentifizierung. Die größte österreichische Bank, die Bank Austria, unterstützt diese Möglichkeit nicht. Was mir auch bestätigt wurde.

 

Der Amtsweg ins Internet

Mit der Zeit sind auch schon viele Amtswege ins Internet gewandert. Früher musste man sich quasi einen halben Tag Urlaub nehmen un seine Amtswege zu erledigen. Heute braucht man sich nicht einmal mehr die Schuhe anziehen. Man such sich sein Amt per Mausklick, weist sich mit der Bürgerkarte aus, zahlt die Bearbeitungsgebühr mittels Kreditkarte, unterschriebt mit der digitalen Signatur und bekommt sein Schreiben per Post oder in eine Mailbox, die man mit der digitalen Signatur öffnen kann.

Digitale Signatur auf PDFs

Was in vielen Fällen eine Zeitersparnis darstellt, ist das signieren von PDFs. Früher wurden Verträge und andere Dokumente, die eine Unterschrift benötigen mit der Post herumgeschickt oder hin und her gefaxt.

Jetzt werden die Dokumente in PDF-Form mit einer digitalen Signatur versehen und per Mail versendet. Diese digitale Signatur ist rechtsverbindlich und gilt somit wie eine Unterschrift mit einem Kugelschreiber.

Die digitale Signatur kann auch im eTresor erfolgen. Dabei handelt es sich um einen Cloud-Speicher von a-Trust, der nur mit der digitalen Signatur geöffnet werden kann.

Digitale Signatur goes mobile

In den letzten Jahren wurde neben der digitalen Signatur auf der eCard auch die Möglichkeit der Handy-Signatur geschaffen. Man registriert sich mit der Handynummer und legt einen PIN fest. Wenn man sich auf einer Homepage mit der Handy-Signatur anmeldet, gibt man Handynummer und Pin ein. Darauf hin bekommt man via SMS ein Passwort zugesendet, das man auch noch eingeben muss.

Zahlen von a-Trust zu Folge haben die Aktivierungen von Handy-Signaturen die aktivieren Karten längst überholt.

Was wird die Zukunft bringen

Im Oktober 2014 war ich am Infoday von a-Trust im Palais Ferstel zu Gast. Die Hauptthemen bei der Veranstaltung waren:

  • der Fahrplan der EU bei der EU-weiten Umsetzung des eGovernments und der digitalen Signatur
  • die Möglichkeiten mit der digitalen Signatur Cyber-Kriminalität und Phishing vorzubeugen
  • Präsentation der neuen Business-Lösungen von Dritt-Anbietern

Bis Mitte 2016 sollen die ersten Teile der EU-Verordnung „Verordnung für elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste für elektronische Transaktionen im Binnenmarkt (eIDAS-VO)“ umgesetzt sein, bis sie 2018 komplett abgeschlossen sein soll.

Beim Vortrag eines Mitarbeiters des Innenministeriums wurde deutlich, welche Vorteile und welche Sicherheit eine Authentifizierung mit der Bürgerkarte bzw. der Handy-Signatur hat. Auch hier haben viele Anbieter sicher noch Aufholbedarf in Sachen Sicherheit.

 weitere Infos zur Bürgerkarte

Auf der Homepage der Plattform Digitales Österreich wir über sämtliche Themen rund um die digitale Signatur, Datenschutz, eGovernment usw. informiert.

Auch am eDay15 der Wirtschaftskammer ist die digitale Signatuer ein großes Thema. Die Veranstaltung findet am 5. März 2015 statt.