#martinläuft dem eigenen Lichtkegel hinterher

In meiner (Läufer-)Timeline wird oft der TriathlonDog zitiert.

Jetzt ist es wieder soweit, laufen im schein der Stirnlampe. Man könnte es schon fast als Läuferromatik bezeichnen. Wir schnallen uns die Lampen an den Kopf und ziehen (einsam) unsere Runden.

Ich selbst habe mich ans Laufen mit Lampe erst einmal im mehrerer Hinsicht gewöhnen müssen.

  • Zum einen ist es das ungewohnte Gefühl etwas am Kopf zutragen, das beim Laufen für zusätzliche Vibrationen sorgt. Am Anfang war ich im Nacken sehr verspannt.
  • Das Tempo wird reduziert, weil es eine ungewohnte Optik bietet und man sich im Gelände etwas unsicher ist.
  • In der Finsternis seinem eigenen Lichtkegel hinterherlaufen kann bei längeren Läufen auch eine Kopfsache werden. Habe ich gehört und ich kann es mir auch vorstellen.

Unterm Strich haben Stirnlampenläufe, wenn man seinen eigenen Groove gefunden hat, ein eigenes Flair.

Ich verwende die Stirnlampe bei Abendlauf als zusätzliches Sicherheits-Feature. Aber manchmal locken auch die Feldwege und ich muss die asphaltierten und beleuchteten Straßen und Wege verlassen.

Am meisten sind immer die unbeleuchteten Radfahrer, die mir am Gehsteig fahren entgegen kommen, überrascht. Ob das wegen dem Licht oder wegen der Geschwindigkeit ist, weiß ich nicht. Bei einem meiner letzten Läufe in der Dunkelheit, bin ich sechs Radfahrern begegnet. Drei ohne jeder Art von Beleuchtung, einer hat seine Handy-Taschenlampe gehalten. Zwei waren mit einem richtigen Licht unterwegs, wobei eines davon ein eBike war.

Es geht dabei nicht nur ums sehen, sondern auch ums gesehen werden.