Wie lief es den 2019?

Das ist eine gute Frage. 2019 war, läuferisch, ursprünglich mein Seuchenjahr. Da führt kein Weg daran vorbei. Wenn ich jetzt zurück blicke, gab es viele Höhen und Tiefen, aber nach der Ziellinie bin ich mit dem Jahr und mir sehr glücklich. Aber das alles einmal der Reihe nach.

Der Jahresanfang war schon fast das Ende

Nach dem das Laufjahr 2018 nicht so optimal zu Ende ging. Kleinere Verletzungen und Krankheit prägten die letzten Wochen, war die Motivation zum Jahresanfang nicht wirklich hoch. Dazu kam, dass im Frühjahr eine Pause einplanen musste. Was die nicht vorhandene Begeisterung fürs Laufen noch mehr trübte. Ich habe sogar überlegt, die Laufschuhe an den Nagel zu hängen.

Nach dem ich aber doch sowas wie ein Ego hinter dem Schweinehund gefunden habe, schleppte ich mich am 31.1. über die erste Laufrunde des Jahres. Einen „Nuller“ in der Statistik wollte ich einfach nicht haben.

Das erste Comeback des Jahres

Im Februar kam ich wieder etwas in Schwung. Man konnte das was ich machte schon wieder als Laufen bezeichnen. Aber auch da gab es wieder einige kleine Rückschläge mit Husten, Schnupfen, Heiserkeit.

In der ersten Hälfte des März habe ich auch wieder einen Rhythmus gefunden, bis zur geplanten Unterbrechung kam. Aber ich habe meine mentale Talsohle hinter mir gelassen und bin wieder am Weg nach oben.

Planung für das zweite Comeback

Die Zeit des Stillstands habe ich auch zur Ausrichtung meines Laufjahres genutzt. Große Unternehmungen wie Worldrun oder der Halbmarathon in der Wachau hatte ich nicht geplant. Dafür aber eher Charity-Läufe mit dem Krebsforschungslauf im Herbst als Highlight.

Comeback stronger

In der zweiten April-Woche durfte ich wieder das Training (locker) aufnehmen. Sicher war ich verhalten in den ersten Einheiten, aber man lernt über die Jahre seinen Körper kennen. Was noch wichtiger war, die Lust, die Freude am Laufen war zurück.

Eigentlich wollte ich den Rote-Nasen-Lauf in Leobendorf am 1.5. als ersten Event nehmen. Leider ist mir nach zwei Wochen Training der Osterlauf in Ziersdorf dazwischen gekommen. Ich habe mich dort nur für die 5 km angemeldet und wollte eigentlich nur das Flair genießen. Quasi als Motivation und Belohnung für die Entbehrlichkeiten der letzten Wochen. Es war dann doch schneller als ich es geplant und somit hatte ich wieder Blut geleckt.

Den Rote-Nasen-Lauf in Leobendorf nehme ich in diesem Rückblick zur Kenntnis, aber es war absolut kein Ruhmesblatt.

Der Frühling und der Sommer…

waren nicht von Bewerben geprägt. Aber es ergaben sich immer wieder schöne Touren abseits der gewohnten Pfade. Zu Pfingsten nutzte ich einen Relax-Urlaub für schöne Läufe im Pongau. Im August habe ich mich spontan entschlossen beim geplanten Wendepunkt einfach nach Korneuburg weiter zulaufen und dann mit der Schnellbahn zurück zufahren. Den Sommerurlaub am Nassfeld habe ich für viele Höhenmeter genutzt. Ein weiteres Lauf-Highlight im Sommer war mein Lauf zur Burg Kreuzenstein.

Neben diesen ganzen Lauf-Erlebnissen wollte ich es Ende Juni beim Weintraubenlauf in Ruppersthal wieder wissen. Nach dem das Training gut funktioniert hatte, habe ich dort gleich die 10 km in Angriff genommen und war auch sehr glücklich mit meiner Leistung.

Der Herbst und das Highlight

Ich habe in den Monaten zu mir zurück gefunden, auch wenn die Leistungen noch nicht konstant waren. Aber das erklärte Highlight, der Krebsforschungslauf, rückte immer näher. Ich ging mit machbaren Vorstellungen an den Start und habe diese Vorstellungen immer in kleinen Schritten erweitert. Am Ende waren es 12 Runden für den guten Zweck.

Dezember… da war doch was?

Ich habe mich 2019 rechtzeitig an dem Marcothon erinnert und war voller Eifer diese Herausforderung anzugehen. Was bedeutet das. Jeden tag im Dezember mindestens 25 Minuten zu laufen. Es war nicht immer einfach, es war nicht immer warm. Aber es ist ein tolles Gefühl wenn man sich die Statistik ansieht. Der krönende Abschluss für das Laufjahr 2019 und den Marcothon war der Wiener Silvesterlauf bei tollem Wetter mit einer sehr guten Zeit.

Was war – was wird

Trotz dem hin und her am Jahresanfang, oder vielleicht gerade deswegen, sehr ich das Laufjahr 2019 positiv. Ich bin mit meinen Leistungen zufrieden. Ich habe aber auch gesehen, dass ich mit (kleinen) Rückschlägen umgehen kann.

Was ich mir für das Jahr 2020 vornehme? Nicht nachlassen und nicht aufgeben. Was ich genau plane, muss ich noch für mich selber sortieren und einordnen. Aber ich werde es euch wissen lassen.