Ironman VR10

… oder: eine besondere Art der Qual.

Am letzten Wochenende habe ich mich wieder über einen Ironman VR getraut. Die Distanzen waren das Doppelte von meinem Debüt vor ein paar Wochen.

3 km laufen – 40 km am Rad – 10 km laufen

Einzeln gesehen machen mir die Distanzen keine Angst. Aber ein Triathlon hat andere Gesetze.

Die Vorbereitung am Wettkampftag, ich wollte wieder alle drei Teilstrecken in Serie absolvieren, verlief ähnlich wie bei meinem Debüt. In der Wechselzone habe ich alles hergerichtet und schon ging es auf die 3 km-Strecke. Flott, in 14:36, habe ich den Teil hinter mich gebracht und schon ging es auf die Radstrecke.

In der Vorbereitung habe ich mir schon Gedanken über die Streckenführung gemacht. Die Strecke sollte entlang der Donau führen. Soviel stand fest. Da ich am Heimweg Rückenwind haben wollte, habe ich die die Richtung bis zum Schluss offen gelassen. Beim Kraftwerk Greifenstein habe ich mich für die Option Klosterneuburg entschieden. Es ging also dem Radweg entlang der Donau durch Höflein und Kritzendorf bis nach Klosterneuburg. Beim Hafen Kuchelau war der Wendepunkt erreicht und es ging auf die Heimreise. Die Strecke verging sehr flott. Ich konnte ein angenehmes Tempo fahren und hatte wenig Verkehr auf der Stecke, der mich ausbremste.

Zurück in meiner persönlichen Wechselzone machten sich die Beine schon etwas bemerkbar. Ein paar Minuten Regeneration während des Wechsels und ich nahm den letzten Abschnitt in Angriff. Aber schon bei der ersten Kurve merkte ich, dass ich die Kurven doch nicht so eng und zackig nehmen kann wie sonst. Da waren meine Knie explizit dagegen. Die waren noch die Tretbewegung vom Radfahren gewohnt. Also war eine Änderung der Technik notwendig. Mehr Flow in den Kurven. Aber das konnte ich auch bald vergessen. Nach ca. 2 km lag mein Fokus nur noch auf „die restlichen 8 km schaffe ich auch noch irgendwie.“ Es wechselten sich Geh- und Laufpassagen ab und die letzten paar km spulte ich als „Satellit“ rund um den Block ab. Ich wollte nur noch nach Hause. Im Endeffekt lag mein Ziel bei einer Pace von unter 6 Minuten, was ich dann auch schaffte.

Jetzt mit Abstand betrachtet war es ein tolles Erlebnis. Mit einer Aktivzeit von 2:46:34 war ich sogar schneller als ich geglaubt habe. Jetzt bin ich mir sogar sicher, dass ich es auf jeden Fall einmal wiederholen werde und bis dahin wird es des öfteren Koppeltraining geben.