neues von bike2work

Letzten Juli habe ich das Experiment bike2work gestartet. Damals war es als lustige Aktion gedacht. Hin und wieder fahre ich mit dem Fahrrad in die Arbeit. Letztes Jahr bin ich es immer hin zweimal gefahren und es hat Spaß gemacht. (Wenn man von den letzten paar km absieht.)

Heuer war das etwas anders. Die Sache mit COVID19 hat nicht nur eine Umstellung auf Homeoffice und Kurzarbeit gebracht. Ich wollte mich auch von Menschenansammlungen weitest möglich fernhalten. Damit ich mit den Leuten in den Öffis nicht in Kontakt komme, brauche ich ein anderes Verkehrsmittel, weil hin und wieder muss man doch ins Büro.

Nach dem kein zusätzliches Auto verfügbar ist und das mit dem Parkplätzen in Wien auch so eine Sache ist, blieb nur das Rad übrig.

Seit Mai pendle ich ein- bis zweimal die Woche mit dem Fahrrad nach Wien. Dabei habe ich mir schon unterschiedliche Streckenführungen angesehen, die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Eine Strecke ist eher windgeschützter, dafür hat eine andere Strecke eine bessere Exit-Strategie mit Bahnhöfen, die mich im Falle eines Regens direkt nach Hause bringen. Ich verbringe jetzt viel mehr Zeit mit Wetter-Apps als die Monate zuvor.

Die Streckenführung ist echt optimal. Am Rande unserer Siedlung beginnt ein Radweg, der mich zur privaten Kraftwerkstraße bringt. Beim Kraftwerk wechsle ich auf den Donauradweg. Weiter geht’s dann am Donaukanal bis zur Rossauer Lände und von dort führt ein Radweg bis direkt vors Büro. Es ist so herrlich, dass ich mit fast keinen Autos zusammen komme. Dafür aber E-Biker und Fußgänger. Aber irgendwie kommt man schon mit einander zurecht, wenn jeder auf jeden Acht gibt.

Der Zeitaufwand ist im Vergleich zum Pendeln mit den Öffis nicht übertrieben mehr. Besonders wenn das Wetter passt ist es ein echter Genuss. Ich hoffe, dass das Wetter noch lange mitspielt und ich noch einige bike2work-Sessions fahren kann.