Viele Wege führen nach Wien.

Wenn ich etwas im Büro vergessen habe, muss ich es holen. Aber wie komme ich nach Wien? Mit dem Zug will ich aktuell nicht unbedingt. Dann eben mit dem Fahrrad wie schon die letzten Wochen eigentlich immer.

Aber jedesmal neben der Donau entlang wird langweilig. Auch wenn es dort einige Varianten gibt. Das rechte Donauufer über Kritzendorf und Klosterneuburg. Oder das linke Donauufer, das man dann mit der Donauinsel oder der Nähe zur A22 variieren. Ein bisschen auf den verschiedenen Plattformen zur Routenplanung herumgesucht und schon findet man eine interessante Alternative.

Übern Berg nach Wien

Also wird das Homeoffice auf Nachmittag verschoben und der kühlere Vormittag für eine Ausfahrt genutzt. Am Donaukraftwerk Greifenstein bin ich nicht wie sonst nach Osten gefahren, sondern ich habe den Weg nach Westen eingeschlagen und bin nach St. Andrä vor dem Hagenthal, besser bekannt als St. Andrä-Wördern, gefahren. Dort wartete dann die B14 mit einem Anstieg, der mich am Eingang in die Hagenbachklamm, was ein beliebtes Ausflugsziel ist, vorbei brachte. Am Ende der Steigung lotste mich ein Wegweiser in Richtung Maria Gugging, Klosterneuburg und Wien. Die Strecke war sehr gut zu fahren. Es ging ständig leicht bergab. Ich konnte es schön rollen lassen und dazu locker treten.

Leider fand ich auf der Strecke keine direkte Verbindung nach Wien. So musste ich bis nach Klosterneuburg fahren und dort ging es dann wieder auf den bekannten Donauradweg, den ich sonst immer fuhr. Aber es war einmal eine schöne Abwechslung zum üblichen Pendeln.

Auch am Rückweg gibt’s Abwechslung

Im Büro habe ich dann eine kurze Pause zur Stärkung eingelegt und dann ging es wieder Richtung Heimat. Aber vom Wind her hatte ich keine Lust auf die lange Gerade von Korneuburg zum Kraftwerk Greifenstein. Da geht es neben der Donau westwärts und (fast) jedesmal gibt es Westwind. Man sieht das Kraftwerk, tritt in die Pedale und es dauert, bis man dem großen Bau näher kommt.

Aus diesem Grund habe ich im Korneuburg die gewohnte Strecke verlassen und bin in die Stadt abgebogen. Dort nahm ich den Radweg und fuhr an Leobendorf vorbei, durch Spillern durch nach Stockerau. Es war sicher nicht weniger windig als neben der Donau, aber die Umgebung war für den Kopf besser.

Etwas abgekämpft kam ich dann zu Hause an und konnte mich vorm Homeoffice noch ein wenig erholen und frisch machen. Aber Homeoffice am Nachmittag hat auch seine Vorteile. Da ist es auf der Terrasse schon schattiger.