Ausfahrt mit Auftrag

Wenn man von seiner Oma gebeten wird etwas zu erledigen macht man es. So war es in den letzten Tagen wieder an der Zeit auf den Friedhof Ottakring zufahren. Eigentlich hatte ich es für Montag nach der Arbeit geplant gehabt, aber da war das Wetter mit dem starken Regen nicht wirklich passend für einen Spaziergang über den Friedhof.

Am Dienstag stand zwar Homeoffice am Plan, aber was spricht gegen eine abendliche Ausfahrt mit dem Fahrrad. Die Route war schnell geplant und nach Büroschluss ging es auch schon bald los.

Für die Fahrt nach Wien nahm ich die vorgeschlagene Strecke über Höflein, Kritzendorf und Klosterneuburg. Auf dem Stück hatte ich Rückenwind und so kamen einige gute Segmentzeiten bei Strava zu Stande.

Bis Nussdorf war die Route ident mit meinem Arbeitsweg. Ab dort wurde es spannend, aber mein Navi brachte mich gut über die Hohe Warte, vorbei am Türkenschanzpark, über Gersthof auf den Wilhelminenberg zum Friedhof Ottakring. Die Hinfahrt nahm 1:13 Fahrtzeit in Anspruch.

Vor Ort wurde wie immer ein ansässiger Händler unterstützt und ich konnte das Grad entsprechend herrichten. Vor der Rückfahrt gab es noch eine kleine Stärkung und dann ging es auch schon wieder los in Richtung Heimat.

Wir hatten früher unser Büro in Gersthof. Also war die Gegend mir nicht ganz unbekannt. Aber ich war schon seit einigen Jahren nicht mehr dort. Außerdem schaut es mit dem Fahrrad überhaupt ganz anders aus, als aus dem Auto oder den Öffis.

Für die Rückfahrt habe ich mich für eine andere Strecke entschlossen. In Nussdorf wechselte ich über die „gelbe Brücke“ auf die Floridsdorfer Seite der Donau und ich fuhr mit Gegenwind bis Langenzersdorf. Dort gab es ein kleinen Fotoshooting in der Abendstimmung und dann bog ich, in der Hoffnung auf weniger Gegenwind als am Donauufer, ins Ortsgebiet von Langenzersdorf ab.

Von Langenzersdorf ging es neben der Bahnstrecke nach Korneuburg. In Korneuburg fuhr ich durch das Siedlungsgebiet südlich der Bahn und beim wohl einzigen korneuburger Schranken musste ich 7 Minuten warten. Aber den Bahnübergang hat man gut konzipiert. Da gibt es gleich einen Mistkübel daneben. Das bedeutet, man kann die Pause für eine Jause nutzen und den Mist gleich entsorgen.

Für den restlichen Heimweg nahm ich die B3, vorbei an Leobendorf und durch Spillern, nach Stockerau. In Stockerau bin ich noch gut 2 km herum gefahren, weil ich den 70er voll machen wollte.

Unterm Strich war es eine tolle Ausfahrt und die Anstrengung wert. Bis auf einen Pensionisten, der in Stockerau meinte mit seinem Auto den Rad- und Fußweg nehmen zu müssen, war die Fahrt auch stressfrei.