Urlaub auf der Reiteralm

Bevor es mit der Schule (und dem Kindergarten) wieder los geht, haben wir noch ein paar Tage Urlaub gemacht. Diesmal ging es in unsere Lieblingsgegend von Österreich. Ins Ennstal. Aber nicht direkt nach Schladming, sondern ein Stück daneben nach Pichl-Preunegg. Dort wurden an der Reiteralm in den letzten Jahren einige nette Hütten-Dörfer gebaut.

In die Berg bin i‘ gern

Wir fanden im der Almwelt Austria ein Quartier. Dort gibt es einen kleinen Hotelbetrieb und Hütten für einen Selbstversorger-Urlaub. Wir haben uns für die Hotel-Variante mit Halbpension entschieden. Bei der Ankunft haben wir erfahren, dass wir eine Upgrade auf eine Hütte bekommen haben. Somit bezogen wir zu viert eine Hütte, die bei Vollbelegung für 12 Leute ausgelegt ist. Das hatte die Vorteile, dass wir viel Platz hatten, obwohl nicht alle Zimmer zugänglich waren, und wir auch keine Zimmernachbaren hatten.

Bei unserer Ankunft erwartete uns ein herrlicher Abend bei knappen 30° C am Berg, wo man sich denkt „So geht Urlaub!“. Man konnte vor und nach dem Abendessen gemütlich auf der Terrasse sitzen, während die Kinder noch am Spielplatz waren. Aber das sollte sich bald ändern.

Wegen nass ins Nass

Über Nacht kam der angekündigte und erwartete Schlechtwettereinbruch mit kalten Temperaturen und Dauerregen. Aber damit haben schon gerechnet und für den Tag einen Besuch in der Therme Amade im ca. 15 Minuten entferneten Altenmarkt eingeplant. Was für eine Überraschung, die Idee hatten viele andere auch.

Auf den Spuren von Hopsi über die Planai

Am zweiten Tag wurde das Wetter schon besser und wir wagten uns auf die Planai. Wenn man in der Gegend Sommerurlaub macht, kommt man in den Genuss der Sommer-Card mit dieser Karte hat man einige Annehmlichkeiten. Täglich eine kostenlose Berg- und Talfahrt mit der Gondelbahn auf die Planai, eine einmlaige Berg- und Talfahrt auf den Dachstein, Mautbefreiungen auf diversen Bergstraßen usw.

Auf der Planai gibt es einen ca 3 km langen, kinderfreundlichen Wanderweg durch das Hopsiland. Am Weg gibt es Kugelbahnen, Spielplätze, einen Wasserpark, aus Holz geschnitzte Tiere und ein Quiz. Nach der kleinen, aber feinen Wanderung machten wir in der Schladminger Hütte eine Pause und Stärkten uns mit Leberknödelsuppe und Schiwasser. Ich hab selbstverständlich auch wieder ein paar Fotos gemacht. Die könnt ihr euch im flickr-Album ansehen.

Kugelbahn

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Es geht noch höher hinauf – der Dachstein

Für Tag 3 war die Gondelfahrt auf den Dachstein geplant und gebucht. Richtig, gebucht. Zur Hauptsaison muss/sollte man sich schon im Vorfeld für die Gondelfahrten anmelden. Wenn man Glück hat, kann man bei Bedarf noch umbuchen.

In der Früh konnten wir von der Reiteralm aus den Dachstein nicht sehen. Ich hatte noch Hoffnung, dass wir mit der Gondel über die Nebel-/Wolkendecke kommen. Aber dann zeigte mir meine Frau die Panorama-Kamera und da sah ich, dass ich nichts sehe.

Macht nichts, es geht trotzdem los. Einmal das Tal gequert, hinauf in die Ramsau und weiter rauf zur „Talstation“ der Dachstein-Gondelbahn.

Dort wieder das übliche Bild. Wir kleiden uns passend für eine Besuch am Gletscher. Festes Schuhwerk, Pullover, Jacken, Hauben, Handschuhe und Rucksack. Daneben sieht man trotz dem suboptimalen Wetter Leute in Turnschuhen, einem Pullover und den Händen in den Hosentaschen. Zum Glück sah ich niemanden in kurzen Hosen und Sandalen. Hatte ich aber auch schon mal.

Oben waren die Sichtverhältnisse bei knapp 10m. Also nichts mit Panoramablick und so. Beim Zugang zum Eispalast, der ist übrigens nicht in der Sommer-Card dabei, über die Hängebrücke und der Treppe ins Nichts war das vielleicht eh besser.

Im Eispalast war von dem aber nichts mitzu bekommen. Im Eispalast befindet sich 6m unter Eis. Dort gibt es Eisskulpturen zu bewundern. Das Thema in dieser Saison war die Steiermark. Ausgestellt waren unter anderem der Grazer Uhrturm, der Red Bull von Spielberg und die Reigersburg. Das Highlight war der Eisthron, auf dem man sich fotografieren kann.

Nach dem Besuch im Eispalast gabs zum Aufwärmen einen Kakao und einen Bauernkrapfen im Restaurant bei der Bergstation. Nach dem das Wetter zu keiner weiteren Wanderung einlud machten wir uns vorzeitig wieder auf den Weg nach unten.

Unterm Strich dauerte unser Besuch am Dachstein gerade einmal rund zwei Stunden.

Bevor’s Heim geht, geht’s noch mal auf den Berg

Kurz unterhalb von unserem Quartier ist die Talstation des Preunegg-Jets. Damit kann man als Besitzer der Sommer-Card kostenlos auf die Reiteralm fahren. Oben gibt es die einige Gebirgsseen zu denen man wandern kann. Wir haben uns aber nur für eine kurze Runde um den nähesten See entschieden, weil wir ja noch den Heimweg vor uns hatten.

Es war ein schöner Abschluß von unserem Kurzurlaub in den heimischen Bergen. Den Kindern hat es auch Spaß gemacht. Ich bin auch wieder zum Laufen gekommen. Davon gibt es aber später mehr.

Von unserem Urlaub gibt es auch ein flickr-Album.

Meine Frau hat über unseren Urlaub auch schon in ihrem Blog berichtet.