Er musste sterben um zu leben – Falco

In diesem Jahr ist es 20 Jahre her, dass Hans Hölzl, besser bekannt als Falco, seinen tödlichen Autounfall hatte. Grund genug für viele ihn wieder aus dem Grab zu zerren und als den österreichischen Superstar durch die Medien zu peitschen.

Am Freitag gab es im ORF einen Falco-Schwerpunkt mit einer Neuauflage des Donauinsel-Konzerts, einer Doku und noch einem weiteren Bericht. Andere Sender und Medien ziehen hier selbstverständlich mit. Ich hab mir den Konzertmitschnitt angesehen. Ich gebs zu, aber die Zwischen-Interviews waren etwas nervig. Jeder hat ihn als bejubelt und Rosen gestreut. Genau so im Porträt, das danach über ihn gebracht wurde. Dort war’s fast noch schlimmer.

Vor 20 Jahren verunglückte er. Vor 21 Jahren wollte niemand was wissen von ihm. Ich habe mich nie ernsthaft mit ihm und seiner Musik befasst. Sie war halt da, oder auch nicht.

Ich weiß aber noch, vor 20 Jahren waren wir unterwegs in die Semesterferien oder am Rückweg. Was machte man damals im Auto? Radio hören. Vorzugsweise Ö3, wegen dem Verkehrsfunk. Dort drehte sich eigentlich alles um den Unfall und das Leben von Falco. dazwischen wurden sämtliche Lieder von ihm gespielt.

Hätte man ihm zu Lebzeiten nur eine Spur der Wertschätzung von jetzt entgegen gebracht. Vielleicht wäre er heute noch unter uns und wäre den Medien unangenehm.

Der Falke ist totlang lebe der Falke!