Wie kommen wir am besten nach Innsbruck

Timi Taurus sorgt für Unterhaltung bei den Kindern

Gleich einmal vorweg. Wir haben die Zugtickets und alles selbst bezahlt. Das hat absolut nichts mit Werbung zu tun. Wir hatten einfach eine schöne Zeit an Bord des Railjets.

Am Palmwochenende waren wir in Innsbruck. Im Vorfeld stellte sich die Frage, wie wir am besten dort hin kommen. Klar, kann man mit dem Auto hinfahren, aber das kann dann auch mal länger dauern. Zu Beginn der Osterferien sind sicher mehr Autos unterwegs. Dazu kommen die Grenzkontrollen an der Deutsch-Österreichischen Grenze.

Also war die nächste Idee eine Reise mit der ÖBB. Ich bin ja schon länger im Besitz einer ÖBB-Family-Card und somit konnten wir die Kinder kostenlos mitnehmen. Nach dem wir für C auch noch eine Family-Card gekauft haben, fiel der Preis gleich noch einmal. Mit dem Zusatzkauf haben wir bei der Hinfahrt schon mehr gespart, als die Karte gekostet hat.

Nach Innsbruck ging es natürlich auf reservierten Sitzplätzen, was eine sehr gute Entscheidung war, in der Family-Zone. Im Familienabteil darf es schon mal etwas lauter sein. Auf den Tischen sind Brettspiele aufgeklebt, Vor der Türe zum Abteil ist Platz für Kinderwägen, am WC gibt es einen Wickeltisch und es gibt ein Kinderkino. Das Kinoprogramm ist ein Best of ORF-Kinderprogramm mit Kasperl, Forscherexpress, einer Quizsendung usw in Dauerschleife. Den anwesenden Kindern hat es gefallen.

Unseren Mädels hat die Zugfahrt auch Spaß gemacht. Besonders, weil man nicht die ganze Zeit angeschnallt am Platz sitzen bleiben muss wie im Auto. Für Essens- und WC-Pausen muss man auch nicht von der Autobahn runter. Die Anreise am Freitag Nachmittag verlief ohne Zwischenfälle.

ein letzter Blick zur Nordkette

Das Ticket für die Rückfahrt war eine Sparschiene, die wir günstigst, zum Preis der Sitzplatzreservierung) auf die First Class upgraden konnten. Das Platzangebot in der ersten Klasse ist natürlich um einiges komfortabler. Außerdem hat dort jeder Sitzplatz eine eigene Steckdose, was im Smartphone-Zeitalter sehr nützlich ist. Für die Kinder haben wir unser eigenes Kino veranstaltet. Die durften sich mit ihren Kopfhörern am Smartphone „Hop – Osterhase oder Superstar“ anschauen.

Bei der Heimfahrt am Sonntag-Nachmittag hatten wir nicht so viel Glück wie bei der Hinfahrt. Einen Teil der Verspätung , die der Zug schon in Innsbruck hatte, hat er bis Salzburg aufgeholt. Nur leider musste unser Zug auf einen anderen Zug warten, der mit unserer Garnitur angekoppelt wurde. Mit 20 Minuten Verspätung ging es dann in Salzburg los.

In St. Pölten konnten wir deshalb unseren Anschlusszug nach Tullnerfeld nicht erreichen. Aber der Zugbegleiter hat uns einen Alternativzug heraus gesucht und uns dort auch angekündigt, damit wir keine Probleme mit unseren Tickets haben.

Nochmals zurück zum Smartphone-Zeitalter. Die Railjets sind mit einem bordeigenen, kostenlosen WLAN ausgestattet. Neben dem Surfen im Internet kann man hier auch Zeitungen und Zeitschriften lesen. Darüber hinaus gibt es Informationen zum Zug und zur Strecke. Das gibt es übrigens auch in den neuersten Cityjets im Nahverkehr.

Unterm Strich ist für solche Ausflüge und Urlaube die Anreise mit der Bahn eine echte Alternative. Sowohl preislich als auch vom Faktor Zeit (sogar, wenn es kleine Verspätungen gibt). Total ausgeruht kommt man nicht an, weil auch das herum sitzen etwas anstrengend ist, aber man muss sich nicht auf den Verkehr konzentrieren.

Wir haben auch schon den nächsten Tagesausflug in dieser Art geplant.

Hier noch ein paar Tweets von der Reise