#martinläuft macht #bike2work

Die Temperaturen werden nach dem frühen Hochsommer wieder erträglich und die Abenteuerlust kommt zum Vorschein.

In der Twitter-Timeline und auf Strava ist in den letzten Wochen immer wieder „bike2work“ aufgetaucht. Der Martin denkt sich da einmal, wie weit ist es eigentlich von mir daheim bis ins Büro? Er öffnet Google-Maps und gibt die beiden Adressen ein, schaltet auf die Fahrrad-Berechnung und sieht eine Strecke von ca. 30 km und eine Dauer von rund 1:35. Also, wenn ich um 7 Uhr wegfahre bin ich eigentlich zur normalen Zeit im Büro.

Dass man sowas natürlich nicht von heute auf morgen macht ist auch klar. Also wird einmal der Terminkalender und der Wetterbericht gecheckt. Dann wird Reserve-Gewand im Büro gelagert und im Büro von der Idee erzählt, damit ein Rückzieher so richtig peinlich wird.

Heute in der Früh ging es dann gegen 7:15 los. Mein kleiner Laufrucksack für ein bisserl Material und persönliche Dinge ist mit dabei, genau so wie eine Trinkflasche. Mehr ist nicht notwendig für den Tag.

Ein bisserl durch Stockerau fahren und dann ging es auch schon auf den Radweg, der mich zum Kraftwerk Greifenstein führt. Von dort ging es dann entlang der Donau weiter nach Korneuburg. Es ging ganz zügig dahin und ich war gut drauf. Dabei fiel mir auf, dass ich nicht der einzige bin, der mit dem Rad Richtung Wien unterwegs ist. Mir ist das nicht aufgefallen, weil ich an so vielen Leuten vorbei gefahren bin, sonder weil mich einige Race überholt haben. Wenn man aber deren Material und Waden betrachtet, machen die das sicher nicht zum ersten mal.

Bei Langenzersdorf wechselte ich von Nordufer der Donau auf die Donauinsel. Da war un die Zeit schon einiges los. Läufer, Radfahrer, Nordic Walker und Inline-Skater nutzten dort die Wege durch die ruhige Natur. Bei der Nordbrücke wechselte ich dann auf den Radweg entlang von Donaukanal. Das war der einzige Punkt an dem ich etwas verwirrt war. An Ende einer kurvenreichen Abfahrt stand ich bei einer Kreuzung mit ganz vielen Wegweisern. Ich hab mich für den Weg in Richtung Zentrum entschieden.

Bei der Friedensbrücke war dann Schluss mit der heilen Welt der getrennten Radwege. Von dort war ich auf wiener Straßen unterwegs. Aber es gab eine Radspur bis auf Höhe Boltzmanngasse. Von dort ging es dann über die Währinger Straße runter zur Votivkirche und dann war ich auch schon in der Universitätsstraße im Büro.

Unterm Strich war es ein tolles Erlebnis, dass die Fahrt neben der Donau recht entspannt sein wird hab ich mir schon gedacht. Ich hatte etwas Respekt vor der Fahrt auf Wiens Straßen. Noch dazu um diese Zeit. Von der Dauer bin ich ganz zufrieden. Mit dem Zug brauch ich fast genau so lange. Auch ohne nennenswerte Verspätungen. Ich kann mir sogar vorstellen, dass ich das wiederholen werde.